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Archive for the ‘Ausbildung’ Category

Bewerbung – was sollte man beachten?

11 May

Derjenige, der sich um einen Arbeitsplatz bewirbt, steht zwei wichtigen Aufgaben gegenüber: Einerseits darf er sich authentisch und aussagekräftig mit seinen Fähigkeiten und seiner Stelleneignung präsentieren und andererseits sollte er dies auf eine Weise tun, mit der er auffällt. Ein Personalchef muß auch beim Überfliegen von 20 Bewerbungen pro Tag genau an einer ganz bestimmten bereits hängen bleiben, um sie später noch einmal zur Hand nehmen zu wollen. Nur wie kann man dies gelungen vorbereiten?

Natürlich legt man den Lebenslauf (meist tabellarisch) und Referenzen (d. h. Empfehlungen und Zeugnisse von bisherigen Arbeitgebern, Ausbildern und Prüfungen) als Anlage in die DIN-A4-Mappe hinzu. Doch der optische, rhetorische und gehaltvolle Reiz liegt in dem direkten Anschreiben, von welchem im Folgenden die Rede ist. Wie stelle ich mich kurz, prägnant, überzeugend und auch eindringlich vor? Hierfür gibt es eindeutige Hinweise, die jedoch von einem bestimmten Faktor abhängen.

Dieser Faktor ist die Stellenanzeige selbst. Den kurzen Brief (kürzer als eine DIN-A4-Seite) formuliert man so, als ob man die Stellenbeschreibung als persönliche Aufforderung betrachtet. Wenn in einer Anzeige davon die Rede ist, dass Firma X einen „motivierten“ Arbeitnehmer „mit Führungserfahrung“ sucht, der auch „belastbar“ ist, dann möge man Beispiele aus seinem bisherigen Arbeitsleben formulieren, in denen man genau diese Erfahrungen selbst gemacht hat („Führungserfahrung habe ich, weil ich für X Monate ein Projekt erfolgreich geleitet habe, welches das folgende Ergebnis hatte:…“, „dies forderte Belastbarkeit, weil hier ungewöhnliche Arbeitszeiten anfielen, ich aber aus einer persönlichen Leidenschaft heraus motiviert war…“). Auf diese Weise kann man jede einzelne Formulierung in einer Stellenbeschreibung in Bezug zu seiner eigenen Biographie bringen, diese am besten wiederholen und dann in das Anschreiben integrieren.

Ein zweites: Bevor man überhaupt damit beginnt, ein Bewerbungsschreiben aufzusetzen, möge man sich im Internet über die Firma genauestens informieren. Dies hat zwei Vorteile: Erstens versetzt man sich unbewusst genau in die Stimmung, die dazu passt, sich bei dieser und keiner anderen Firma zu bewerben. Zweitens natürlich findet man inhaltliche Informationen, auf die man sich so in seinem Anschreiben beziehen sollte (Beispiel: „Wie ich auf Ihrer Firmenwebseite erkannte, bieten Sie genau die Arbeitsbedingungen, mit denen ich mich bereits auskenne. Ich habe nämlich bereits mehrere Jahre genau an einem solchen Arbeitsplatz gearbeitet….“). Die in Klammern angegebenen Beispielsätze in diesem Text geben hier nur eine Idee darüber, wie man die entsprechenden thematischen Impulse einleitet. Fortgeführt müssen diese Beispielsätze natürlich und auch inhaltlich präzise – jeweils auf die individuelle Situation bezogen. Zu guter Letzt: Bevor man sein Anschreiben abschickt, zeige man es guten Freunden, dem Lebenspartner – Dritten eben. Diese mögen die Frage beantworten: Vor dem Hintergrund der jeweiligen Stellenanzeige und der Bewerbungsmappe – würden sie den Bewerber einstellen? Und warum? Warum nicht? So können früh genug noch Dinge verändert werden.

 
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Der Beruf des informatikers und Masseurs

08 Sep

Das ist ja genau der Tenor der Studie: Langsam kommen die ITler, die jahrelang ohne BR usw. auskamen auf die Idee mehr für sich selbst einzufordern- weil das Klima rauher geworden ist. Nun ja, die Zeiten der New Economy sind ja auch vorbei. War sowiesoalbern, wie manche Firmen mit ihren Mitarbeitern umgingen. Nach dem Motto: Hier dein eigener Masseur, hier dein eigener Pool, usw… Nun schwingt das Pendel in solchen Firmen auf die andere Seite. Schrecklich, wie manche Firmen nun mit ihren Masseuren umspringen. 45-50 Stunden Woche, kein Urlaub, Knüppeldienst bis zum Erbrechen. Ganz ehrlich. Ich bin froh, in einer Firma zu sein, deren Standbein nicht die IT ist. Vielleicht nicht gerade die anspruchsvollsten Tätigkeiten und die höchste Bezahlung der Welt, aber dafür kommt das Geld regelmäßig und ich hab ne entspannte 35 Stunden Woche. Und Auftragstechnisch muß ich nicht bei der kleinsten wirtschaftlichen Flaute um meinen Arbeitsplatz bangen. Viel Arbeiten heisst noch nicht dass viel Geld verdient wird, um weitere Leute einstellen zu können. Bei knapp kalkulierten Projekbudgets wird nach wie vor unheimlich oft draufgezahlt. Der Wettbewerb machts möglich. Was durch Arbeitsausfälle durch Überarbeitung an Kosten entsteht, kann locker dafür verwendet werden, einen weiteren Masseur einzustellen. Man sollte sich echt überlegen ob man in so eine Firma gehen möchte. Man sollte sich aber auch über Alternative Medizin informieren. Solche Sachen können einem den Lebenswillen oder die Freude an der Arbeit wiedergeben.

 
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